Die Mitglieder des QV Reussbühl hatten am Mittwoch, 28. Oktober 2026, die Gelegenheit, mehr über die Chancen und Risiken der Künstlichen Intelligenz (KI) zu erfahren. Unser Mitglied Kevin Kuster führte kompetent durch den Themenabend.
Wir erhielten spannende Einblicke in die Geschichte der KI, deren Anfänge bis in die 1950er-Jahre zurückreichen. Damals wurden unter anderem die ersten Schachcomputer entwickelt. Anschliessend zeigte uns Kevin anhand konkreter Beispiele, wie sich mit Unterstützung von KI Texte, Bilder und Videos erstellen lassen. Dabei erklärte er auch, worauf man achten sollte und wo die Grenzen einer solchen Nutzung liegen.
Eine Frage kam dabei immer wieder auf: Ist die KI, die uns im Alltag begegnet, tatsächlich intelligent? Schliesslich funktionieren Anwendungen wie ChatGPT, Gemini oder Claude auf einer ganz bestimmten technischen Grundlage. Sie wurden mit grossen Datenmengen trainiert und erzeugen ihre Antworten auf Basis von Wahrscheinlichkeitsberechnungen. Das kann sehr beeindruckend sein, ist aber nicht dasselbe wie menschliches Denken und Verstehen.
Für die erfolgreiche Nutzung im Alltag ist es wichtig, der KI klare Anweisungen zu geben. Das nennt man «Prompting». Gemeint ist damit die Eingabe einer Frage oder Aufgabe, mit der wir der KI mitteilen, was sie für uns tun soll. Dabei helfen drei einfache Regeln:
- Rolle und Kontext vorgeben: Welche Aufgabe soll gelöst werden? In welcher Rolle soll die KI dabei antworten?
- Klare Grenzen setzen: Was soll die KI ausdrücklich nicht tun?
- Konkrete Beispiele geben: Je nach Aufgabe helfen Beispiele dabei, das gewünschte Ergebnis besser zu erreichen.
Mit diesen drei Regeln geben wir der KI wichtige Leitplanken und verbessern die Qualität der Ergebnisse.
Ein Blick in die Zukunft zeigte, wohin die Forschung und Entwicklung gehen könnte: hin zu einer sogenannten allgemeinen künstlichen Intelligenz. Darunter versteht man eine KI, die über menschenähnliche oder vergleichbare Fähigkeiten zum Denken und Problemlösen verfügt. Denkbar sind sogar noch weitergehende Entwicklungen. Mit jedem Fortschritt werden deshalb auch Fragen zur Kontrolle und Sicherheit immer wichtiger.
Zum Abschluss des Themenabends wurden mögliche positive und negative Entwicklungen rund um die Zukunft der KI gegenübergestellt. Meine persönliche Erkenntnis aus diesem Abend: Es lohnt sich, sich selbst mit dem Thema auseinanderzusetzen. Wer die Grundlagen kennt, kann neue Entwicklungen besser einordnen und KI als das nutzen, was sie ist: ein Werkzeug. Richtig eingesetzt, kann sie uns viele Aufgaben erleichtern – zum Beispiel beim Überarbeiten von Texten wie diesem. 😊
Wir bedanken uns herzlich bei Kevin für die Vorbereitung und Durchführung dieses spannenden Themenabends sowie bei allen Mitgliedern für ihre aktive Beteiligung.
Dieser Anlass ist ein schönes Beispiel dafür, wie ihr das Vereinsleben mit eigenen Ideen und Projekten mitgestalten könnt. Gerne machen wir deshalb auf die nächste Zukunftswerkstatt am 20. November 2026 aufmerksam. Dort habt ihr die Gelegenheit, eure Ideen einzubringen und Unterstützung für deren Umsetzung zu finden.
Für den Vorstand
Andy


